In einem Heim wohnen Menschen, die genau dieselben Geräte haben wie alle anderen: ein Handy, einen Fernseher, ein Tablet von den Kindern. Nur fehlt der Mensch, der kurz danebensitzt, wenn etwas nicht geht. Die Angehörigen kommen am Wochenende, das Pflegepersonal hat einen vollen Dienstplan – und niemand ist dafür zuständig, dass der Fernseher wieder den richtigen Sender findet.
Das Ergebnis sehe ich immer wieder: Geräte, die in der Lade liegen, weil sie einmal nicht funktioniert haben. Ein Tablet, das zu Weihnachten geschenkt wurde und seither nie wieder eingeschaltet war. Und Menschen, die ihre Enkelkinder sehen könnten, es aber nicht tun, weil ihnen niemand in Ruhe gezeigt hat, welchen Knopf sie drücken müssen.
Das ist keine Kleinigkeit. Wer im Heim lebt, hat weniger Gelegenheiten, von selbst Kontakt zu halten. Ein funktionierender Videoanruf ist dann kein technisches Detail, sondern der Unterschied zwischen einmal im Monat Besuch und jede Woche ein Gesicht sehen. Und ein Fernseher, den man selbst bedienen kann, ist ein Stück Selbstständigkeit, das niemand freiwillig abgibt.
Deshalb biete ich Heimen etwas an, das für einzelne Bewohnerinnen und Bewohner nie zusammenkommen würde: einen festen Techniktag. Ich komme regelmäßig ins Haus, richte mich für ein paar Stunden ein, und wer etwas braucht, kommt vorbei. Ohne Termin, ohne Antrag, ohne dass jemand extra einen Handwerker rufen muss.